Achtsames Selbstmitgefühl
Innerlich zu Dir halten
Selbstmitgefühl bedeutet, dass du innerlich zu dir hältst – so, wie es eine liebevolle Freundin oder ein guter Freund tun würde. Wenn du leidest, etwas schiefgeht oder du dich für einen Fehler schämst, sprichst du mit dir freundlich statt hart und abwertend. Du erkennst an: „Gerade ist es wirklich schwer für mich“, und nimmst deine Gefühle ernst, ohne sie kleinzureden oder zu dramatisieren.
Ein wichtiger Teil von Selbstmitgefühl ist die Erinnerung: So zu kämpfen gehört zum Menschsein. Jeder Mensch macht Fehler, erlebt Verluste, Scham und Überforderung – du bist damit nicht allein.
Selbstmitgefühl heißt nicht, alles schönzureden oder keine Verantwortung zu übernehmen. Im Gegenteil: Aus einer liebevollen, verständnisvollen Haltung heraus kannst du klarer sehen, was du brauchst und welche nächsten Schritte dir guttun würden. Du fragst dich zum Beispiel: „Was würde ich jetzt einem lieben Menschen raten – und kann ich mir selbst dasselbe schenken?“ So wird Selbstmitgefühl zu einer inneren Haltung von Freundschaft, Schutz und Fürsorge dir selbst gegenüber – gerade dann, wenn du es am meisten brauchst.
Drei Komponenten von Selbstmitgefühl
Selbstfreundlichkeit
bedeutet, sich selbst gegenüber freundlich zu sein, statt kritisch oder urteilend und sich selbst aktiv trösten zu können.
Gemeinsames Menschsein
bedeutet, dass wir uns nicht isolieren oder entfremden, wenn wir leiden.
Wir erkennen an, dass Schwierigkeiten zum Menschsein einfach dazu gehören.
Achtsamkeit
bedeutet, auch die schwierigen Erfahrungen gleichgewichtig wahrzunehmen und anzuerkennen. Eine achtsame Haltung schafft einen heilsamen inneren Abstand zum Geschehen.
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